Es war eine ziemlich unruhige Nacht für uns, und dafür war nicht ausschließlich das Wetter verantwortlich. Vier umgestürzte Bäume bzw. abgeknickte Äste, eine Türöffnung, die sich als Fehlalarm entpuppte und ein kurioser Rauchmeldereinsatz beschäftigen uns in Hommersum, Asperden, Pfalzdorf, Goch und Nierswalde. Alle Einsätze spielten sich zwischen 22.30 Uhr und 5 Uhr heute früh ab.
Los ging es in Hommersum um genau 22.30 Uhr. Am Möhlenbruch hing ein dicker Ast in einer Strom- und Telefonleitung. Bevor wir mit Hilfe der Drehleiter und einer Säge arbeiten konnten, mussten wir zunächst auf den Stromnetzbetreiber warten, der die Leitung stromlos geschaltet hat.
Um 1.43 Uhr gab es Alarm für die Löscheinheit Asperden. Hier ging es um eine sogenannte Türöffnung. Wenn eine Person in einer Wohnung vermutet wird und medizinische Hilfe braucht, ohne die Tür selbst öffnen zu können, gilt dieses Einsatzstichwort. An der Einsatzstelle gab es jedoch nichts zu tun, die Patientin war bereits zuvor vom Rettungsdienst abgeholt worden und daher gar nicht mehr zuhause.
Um 3.11 Uhr piepsten die Funkmeldeempfänger der Einsatzkräfte in Goch-Stadtmitte. Ein größerer Ast lag auf der Kalkarer Straße zwischen Fahrbahn und Radweg. Hier kam eine Motorsäge zum Einsatz. Die Arbeiten dauerten nicht lange.
Kurios wurde es um 3.18 Uhr, ebenfalls für die Einsatzkräfte Stadtmitte. Ein Bewohner der Jakobstraße hörte einen piepsenden Rauchmelder. Wo genau das Piepsen herkam, konnten auch wir zunächst nicht ausmachen. Stadtbrandinspektor Stefan Bömler schickte die Einsatzfahrzeuge auf Erkundungsfahrt. An der Straße Im Heiligenfeld, knapp 200 Meter Luftlinie vom Melder entfernt, wurden wir nach knapp 20 Minuten Suche schließlich fündig. Der Melder lag auf einem Balkon. Er war abgenommen worden, weil die Wohnung, zu der er gehört, renoviert wurde. Vermutlich durch den Regen gab kam es zu einem Defekt im Melder, er begann zu piepsen. Einsatzmaßnahmen durch uns waren letztlich nicht nötig.
Um 3.35 Uhr waren auch die Pfalzdorfer unterwegs. Es ging zur Friedenstraße, dort war ein Baum umgestürzt und auch hier kam eine Motorsäge zum Einsatz. Die Sägearbeiten waren zügig beendet.
Lange hielt die Nachtruhe allerdings nicht an. Um 5.02 Uhr gab es wieder Alarm für Pfalzdorf. Gemeinsam mit der Löscheinheit Nierswalde ging es zur Waldstraße nach Nierswalde. Dort war ein Baum mit rund 80 cm Stammdurchmesser umgeknickt und mit teils auf ein Stromkabel gestürzt. Das Kabel ging von einem 10 KV Hochspannungsmast ab und versorgte mehrere Wohngebäude an der Waldstraße. Bis zum Eintreffen des Stromnetzbetreibers sicherten wir die Einsatzstelle. Weiter konnten wir nichts tun. Von dem Baum ging keine Gefahr mehr aus, er lag vollständig auf einem Privatgrundstück. Um die Wiederherstellung des Hausanschlusses kümmerte sich der Netzbetreiber.